Rubrik: Information Worker | Technologien 

60 % der Internetnutzer lesen immer öfters am Bildschirm. Das ist das Ergebnis einer Studie von eResult, die dazu 600 Personen befragt haben. Ältere Usability-Studien liefern hier ein deutlich anderes Bild, aber sie sind eben älter. Unlogisch erscheint diese neue Zahl nicht, da sich sowohl das Nutzungsverhalten als auch die technologischen Voraussetzungen in den letzten Jahren rasant verändert haben.

Auf dem shopbetreiber-Blog liefert der Autor der Studie, Thorsten Wilhelm, ein paar mögliche Gründe für diese Entwicklung:

  • Mobile Technologien werden zum Lesen verwendet, ohne dass immer und überall ein Drucker zur Verfügung steht
  • Texte im Internet sind oftmals kürzer, z.B. in Blogs
  • Reichweitenstarke Webseiten liefern verstärkt kurze Statusmeldungen

Wenn ich mich beobachte, dann kann ich diese Ergebnisse durchaus bestätigen. Bei mir gar nicht mal aus den genannten drei Gründen sonder eher aus praktischen Überlegungen: Digitale Texte haben einfach viele Vorteile, Informationen sind heute viel schnelllebiger und das Ausdrucken nur zum Lesen ist mir oft zu unpraktisch bzw. Papier, Toner und Platz in der Papiertonne nicht wert.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 3. März 2010, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Brauchen wir noch traditionelle Büros? 350 Unternehmen hat der amerikanische TK-Anbieter RingCentral dazu befragt.

Nur noch 15 % der Befragten arbeiten ausschließlich im Büro. Alle anderen arbeiten zumindest teilweise an unterschiedlichen Orten, knapp 40 % haben sogar nur noch ein virtuelles Büro. Deutlich über die Hälfte der Beschäftigten arbeiten mehr als die 50 % ihrer Zeit nicht im Büro. Geht es um die Arbeitsorte für neue Beschäftigte, dann planen nur noch 12 %, dass diese vor Ort im Büro arbeiten. 22 % der neuen Beschäftigten sollen Zuhause arbeiten, für 57 % wird ein rein virtuelles Büro bereitstehen.

Charts und Auswertungen können Sie hier öffnen (pdf).

Sicher, ganz übertragbar sind die Ergebnisse nicht. Zum einen wurden die befragten Unternehmen nicht empirisch ausgewählt, zum anderen ist der Ort des Geschehens die USA. Dort ticken die Uhren bekanntlich etwas anders, meist schneller. RingCentral, Verfasser der Studie, ist ein Anbieter eines “cloud-based phone system” (auch nicht uninteressant). Entsprechend sind die Ergebnisse zu interpretieren. Mein Eindruck ist aber, dass die Ergebnistendenz durchaus stimmig ist.

Was bedeutet das? Zum einen spielt die technischen Ausstattung für die zunehmend virtuelle Kommunikation eine wichtige Rolle. Zum anderen, für die regelmässigen Leser dieses Blogs sicher nichts Neues, müssen sich Büros verändern.

Schreibtische für die mehr oder weniger konzentrierte Einzelarbeit verlieren in diesem Szenario an Bedeutung. Bisher der Schwerpunkt, werden Schreibtischansammlungen zukünftig immer mehr ein Addon in Bürolandschaften sein.

Verstärkt werden wir unterschiedliche Räume für verschiedene Kommunikationsanlässe und -ziele benötigen. Das schließt natürlich die Teilnahme der unterwegs oder außerhalb arbeitenden Kolleginnen und Kollegen ein. Für ein Brainstorming ist ein anderes räumliches Setting und sind andere Werkzeuge hilfreich als beispielsweise für ein formelles Gespräch zwischen Chef und Mitarbeiter.

Ein dritter Aspekt ist die Rolle der Räumlichkeiten für die Identifikation der Mitarbeiter mit der Firma und den Kolleginnen und Kollegen. Damit die zunehmende Virtualisierung und Mobilität nicht zu einer Entfremdung führt, sind neben Unternehmenskultur und Führung (die sich durch diese Tendenzen natürlich verändert) auch die physischen Treffpunkte, die Büros, ein hilfreiches Werkzeug. Das betrifft sowohl deren Gestaltung als auch die Beteiligung der Mitarbeiter dabei.

Spätestens beim nächsten Umzug, Um- oder Neubau sollten Sie diese Aspekte mit berücksichtigen. Eine Büro- und Arbeitsumgebung baut man schließlich nicht alle paar Monate neu…

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Geschrieben von Alexander Greisle am 15. Dezember 2009, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton 

Übrigens, wenn Sie es noch nicht getan haben, abonnieren Sie die immer wieder inspirierenden TED Talks

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Oktober 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 
  • Vom Bett an den Schreibtisch heißt der Artikel von Marike Frick auf faz.net. Er beschreibt Vorzüge, Herausforderungen und (Disclaimer: Es sind ein paar Statements von mir enthalten. Wer sich diese ersparen will, sollte nicht klicken ;-)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 8. Februar 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Drei Viertel würden gerne flexibel von zu Hause aus arbeiten. Für über 50 % ist das Büro Zuhause sogar der Lieblingsarbeitsplatz. Das hat eine Studie zur Home Office-Nutzung von Plantronics ergeben.

Unter anderem setzt sich die Studie auch mit den Vorurteilen gegen Home Office auseinander:


Quelle: Plantronics/ODC

Ein Fazit aus der Studie:

“Aus der Praxis heraus wird die Situation positiver eingeschätzt als in der Theorie. Dennoch scheint es sich hier um ein echtes Akzeptanz-Problem zu handeln.”

“Noch immer”, möchte man anfügen. Doch die Situation bessert sich, auch wenn es immer noch Führungskräfte gibt, denen das notwendige Werkzeug zur effizienten Führung von Heimarbeitern fehlt. Das wird sich aber ändern, denn:

Die Studie stellt ebenfalls dar, dass gerade junge Mitarbeiter, nicht nur die GenY, das Home Office als sehr positiv sehen. Für fast 90 % aller Befragten macht die Möglichkeit der Heimarbeit einen Arbeitgeber attraktiv. Immer mehr dieser Befürworter werden in der nahen Zukunft Führungsaufgaben übernehmen, sei es in der Linie oder in Projekten.

Das Café als Arbeitsort wird hingegen weiterhin das Refugium der digitalen Bohème bleiben.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 19. Dezember 2008, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Es immer spannend, wenn man in New Work-Projekten mal mit den Azubis spricht oder mit Praktikanten frisch von der Uni. Man kann gut beobachten, wie diese in ein Korsett der Arbeitsweisen und -möglichkeiten gepresst werden, das gar nicht zu ihrer intuitiven, freien und flexiblen Art zu Arbeiten passt.

Die Oxygenz-Studie, welche von Johnson Controls und dem Möbelhersteller Haworth ins Leben gerufen wurde, frägt nun genau danach: Wie wollen die zukünftigen Mitarbeiter aus der GenY, die Digital Natives, arbeiten?

Erste Zwischenergebnisse liegen vor:

  • Sustainable: 95% want an environmentally aware workplace
  • Flexible: 57% prefer to work flexibly and chose when to work
  • Mobile: 78% prefer to be mobile rather than static workers
  • Unconventional: 40% of Gen Y would like to take their car to go to work,
    20% by public transport and 18% walking!
  • Collaborative: 39% of Gen Y prefer to have access to a team space and
    38% breakout spaces rather than a conventional meeting room

Warum entscheiden sich die jungen Nachwuchstalente der GenY für ein Unternehmen?

  1. Opportunities for Learning
  2. Work Colleagues
  3. Quality of Life

Die Studie läuft bis Januar 2009 noch weiter: Mitmachen bei der Oxygenz-Studie. Für März 2009 sind die finalen Ergebnisreports angekündigt.

Übrigens ist Oxygenz auch ein gutes Beispiel dafür, dass Umfragen nicht zwingend mit trockenen, langweiligen Ankreuzlisten realisiert sein müssen…

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Geschrieben von Alexander Greisle am 18. Dezember 2008, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Die Universität Tübingen führt aktuell eine Studie mit dem Titel Kommunikation und Kooperation am Arbeitsplatz durch. Es geht darum herauszufinden…

“...welche Faktoren die Kommunikation und das kooperative Verhalten am Arbeitsplatz beeinflussen.”

Die Studie ist schnell bearbeitet und es winkt, neben Amazon-Gutscheinen, die Zusammenfassung der Ergebnisse als Belohnung. Vielleicht notieren Sie sich ja Ihre Antworten, dann können Sie damit ein schnelles Benchmarking durchführen.

(via)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. November 2008, Lizenz
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Rubrik: Business Development 

83 Seiten Information für Fans von Studien gibt’s von der Uni Hohenheim: Nutzung und Akzeptanz von Internet und E-Commerce (download, pdf, ca. 3 MB)

“Wer sich daher auf die veränderten Angebots- und Nachfragestrukturen nicht rechtzeitig einstellt, wird in naher Zukunft von diesem interessanten Markt nicht profitieren können.”

via do it.online

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Geschrieben von Alexander Greisle am 12. Juni 2008, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Clean Desk war das Thema des vorherigen Artikels. Clean Desk bedeutet jedoch nicht, dass Büros steril und wenig ansprechend sein sollen. Im Gegenteil. Gerade haben amerikanische Forscher wieder herausgefunden, dass Pflanzen zum Wohlbefinden und zur Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen. In einem früheren Beitrag hatte ich schon auf die positiven Wirkungen von Pflanzen hingewiesen.

Betriebsklima im doppelten Wortsinn. Auch für die Akustik können Sie durch die Auswahl der richtigen Pflanzen einiges tun. Wichtig für letzteres sind möglichst kleinblättrige, buschige Pflanzen. Das könnte beispielsweise ein Ficus Benjamini sein. Dieser trägt, genauso wie zum Beispiel Grünlinien und Efeu, auch zu einer besseren Luftqualität bei. Die beliebten Drachenbäume bauen Formaldehyd in der Büroluft ab. Wenn Sie tiefer in die Wirkung der Pflanzen einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen den Besuch der Seite von Plants for People.

Neben den akustischen und gesundheitlichen Wirkung sind Pflanzen natürlich auch ein hervorragendes Gestaltungs- und Raumteilungselement für die Bürogestaltung.

Aus der Praxis drei Empfehlungen:

  1. Sorgen Sie für eine professionelle Betreuung der Pflanzen. So stellen Sie sicher, dass sie möglichst lange Freude an der Investitionen haben und vor allem, dass die Pflanzen keine schädlichen Mikroorganismen (z.B. Schimmel) entwickeln.
  2. Planen Sie die Aufstellung der Pflanzen sorgfältig. nur so können Sie zum Beispiel ihre Wirkung für eine bessere Akustik optimal entfalten.
  3. Qualität und Quantität. Eine einzelne Pflanze sieht nett aus, wird aber die gewünschten Wirkungen nicht entfalten. Erst wenn genügend Pflanzen aufgestellt werden treten die Effekte ein. Wie viel “genügend” ist, lässt sich pauschal leider nicht beantworten.

Sicher, das sind überwiegend “weiche” Faktoren. Auf der anderen Seite stehen die Hard Facts von Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnungen. Sowohl Studien als auch Auswertungen aus meinen Projekten zeigen jedoch, dass dieses Thema mehr ist als nur Ökosprech.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Mai 2008, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Mal wieder geht es hoch her im Meeting. Es wird lauter, die Köpfe werden röter. Wütend schlägt Frau Müller auf den Tisch. STOP, wird der Karrierecoach künftig rufen.

Denn das ist eine ziemlich schlechte Idee, wenn man einer Studie der Yale-Universität glauben darf, die von Ilka Lehnen-Beyel auf new-worXs.de zitiert wird:

“Im Job sollten Frauen tunlichst nicht zeigen, wenn sie sich ärgern oder wütend sind: Eine solche Gefühlsregung lässt sie nämlich in den Augen sowohl von weiblichen als auch von männlichen Kollegen weniger kompetent aussehen [...] Ganz im Gegensatz zu Männern: Bei ihnen steht das gleiche Verhalten für Stärke und Männlichkeit”

Immerhin: Wenn Frau nachher erklärt, warum sie auf den Tisch gehauen hat, dann stärkt das wieder ihr Standing. Der männliche Kollege hingegen würde sich durch die Erklärung schwächen.

Ich werde bei den nächsten Gelegenheiten mal aufpassen, ob das Muster wirklich so stimmt. Oder bestätigen Ihre Erfahrungen das?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 9. Mai 2008, Lizenz
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